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TableTalk#1: Courage

TableTalk#2 Courage

Lasst uns über Mut sprechen.

Haben wir uns gedacht. Weil wir zwar oft über all die mutigen Dinge reden, die andere tun oder darüber, dass wir mal wieder mutig sein sollten, aber doch viel zu selten darüber, was Mut überhaupt ist.

Also haben wir genau das gemacht. Das fanden wir dann auch ganz schön mutig.

Erstens, weil von 8 Frauen in der Runde, vier neue am Tisch Platz nahmen. Und außerdem weil wir Angst hatten, dass über Courage sprechen auch immer gleich ganz mutig daherkommen muss. Einer mutiger als der andere ist (Von wutendbrannter Kündigung im Jahresabschlussmeeting, über VC finanzietes Start-up aus dem Boden stampfen bis hin zu Wohnung kündigen und drei Jahre Weltreise machen). Und wir alle danach noch mehr Angst vorm mutig sein haben.

Aber wie das denn jetzt mit dem Mut? Muss er immer groß sein, um wichtig zu sein? Und wann sind oder waren wir eigentlich am mutigsten? Dann, wenn wir Veränderungen planen oder dann, wenn wir nicht damit rechnen?

Unser TableTalk#2 „Courage“ widmete sich im Februar genau diesen Fragen.

Sina macht den Anfang und bringt es auf den Punkt: „Ich war am mutigsten als ich es gar nicht sein wollte. Und je älter ich wurde umso weniger mutig par Intuition sondern per Defition wurde ich.“ Mit 18 Günther Jauch einen empörten Brief über die Absage zur Henry Nannenschule zu schreiben ist schon ganz schön mutig. Und geantwortet hat er auch. Journalistin ist sie trotzdem nicht geworden, sondern arbeitet seit 12 Jahren als freie Plannerin. Auch mutig. Das mit dem Alter der Mut weniger wird kann Alex nur unterschreiben. Man macht Karriere, bekommt ein Kind, die Erwartungen steigen und damit auch die Angst zu springen und alles hinter sich zu lassen.

Auch Anna findet sich irgendwie gar nicht mutig. Vielleicht gerade deshalb weil ihr Vater, den sie als Lebemann im besten Sinn beschreibt, in allem beispiellosen Mut gezeigt hat und an dem sie Mut gelernt hat zu messen. Wir widersprechen. Denn: vor wildfremden Menschen nach 30 Minuten Tisch blank zu ziehen - das ist mutig. Machen wir heute viel zu selten. Wegen des Misstrauens. Könnte ja jemand gegen uns verwenden. Hier am Tisch macht sich an diesem Abend niemand solche Gedanken.

Da erzählt sogar Julia von ihre Mut-Geschichte. Work&Travel in Australien. Schon mutig genug? Mutiger (und ein bisschen lustig): Ein Jobinterview für eine Stelle als PR-Beraterin mit Sonnenbrille absolvieren, um die schlimme Augenentzündung zu verstecken. Mit Happy End: Die Stelle hat sie bekommen.

Alles beispiellose Beispiele dafür, das Mut weder nicht immer auf dem Mount Everest oder im Silicon Valley stattfinden muss. Das kann der Umzug von London nach Düsseldorf (obwohl es eigentlich Berlin sein sollte) sein, wie Moya es sich getraut hat. Oder die Courage, sich binnen weniger Jahre sein zu Hause drei Mal neu zu erfinden, in verschiedenen Städten. So wie es Stephie gemacht hat.

Und manchmal ist man vielleicht erst dann mutig, wenn es dringend notwendig ist, weil man aus Fehlern lernt und es besser macht oder das Schlechte in was Gutes drehen will. Da sprech’ ich aus Erfahrung.

Egal wann wir wie mutig waren, womit Mut immer was zu tun hat: Mit drauf schei****. Mit machen. Nicht hinterm Berg halten mit der Emotion, raus aus dem Tal oder raus mit der Idee. Immer aus sich heraus. Nie für andere. Das ist mutig.

Siebenjährige, die auf dem Bolzplatz drei Meter in die Tiefe springen. Immer und immer wieder. Das ist Mut. Ohne, dass er mutig sein will. Egal wie alt wir sind.

Lasst uns lange mutig bleiben.

Wann wart ihr eigentlich das letzte Mal mutig?

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